Alte und Antike Teppiche und Kelims

Ein alter Teppich ist immer beseelt...

Es sollte nichts Beseelteres geben als einen kleinen Teppich, indem die lebende Seele seiner Weberin webt.  Es sollte hier überall die Spur einer Hand sein, die zauberhaft das Eigenleben aller dieser stummen Knoten hervorholt, ineinanderknüpft, gleichsam verbindet und stark und leuchtend macht. Die Knüpferin tut mit ihrer Wolle, was der Maler mit dem Pinsel und der Dichter mit den Worten tut: sie stellt die Fäden so zusammen, dass sie zugleich neu und seltsam scheinen und zugleich auch wie zum erstenmal ganz sich selbst bedeuten, sich auf sich selbst besinnen. Die Fäden haben sich so zusammengelebt als könnte einer ohne den anderen nicht sein.

Geknüpft von Nomaden für die Zeltausstattung oder als Tierschmuck, von sesshaften Bergbewohnern gegen die Kälte oder in städtischen Manufakturen als Auftragsarbeiten - alte Teppiche haben eine Seele...bis heute sind sie die beliebtesten Stücke orientalischer Kunst in Europa geblieben.